Einen besonderen Stellenwert haben die jahrelangen freundschaftlichen Beziehungen zu unserer Partnerstadt Swetlogorsk in Weißrussland.
Im Süden von Weißrussland, im Gebiet nördlich von Gomel, direkt an der Beresina, liegt Swetlogorsk. Die Stadt hat rund 70.000 Einwohner, das Durchschnittsalter liegt bei etwa 36 Jahren. Also eine recht junge Stadt, die vor 48 Jahren aus dem ehemaligen Dorf Schazilki entstanden ist. Im Jahre 1991 sind die Partnerschaftsurkunden von den Bürgermeistern beider Städte unterzeichnet worden.

Im Laufe der 17jährigen Beziehungen standen in den ersten Jahren auch humanitäre Hilfsfahrten im Vordergrund, die bis in den letzten Jahren durch einen eigens dafür gegründeten Verein durchgeführt wurden. Neben den offiziellen Kontakten haben über 50 Begegnungen zwischen den Bürgern unseren Städten stattgefunden. Weit über 1000 Einwohner aus Swetlogorsk haben Helmstedt besucht. Rund 600 Helmstedter waren schon in Swetlogorsk. Viele dieser Kontakte haben sich vertieft und werden durch gegenseitige Besuche gefestigt.
An dieser Stelle möchte ich meinem Vorgänger Jürgen Eggestein danken, der einen maßgeblichen Anteil durch seine unermüdliche, langjährige und erfolgreiche Arbeit an dieser Städtepartnerschaft hat.
Swetlogorsk ist eine sympathische, gastfreundliche Stadt, die in Ihrer Umgebung eine waldreiche naturbelassene Landschaft aufweist. Die direkt an der geschichtsträchtigen Beresina gelegene, weiträumige Stadt, hat eine recht gute Infrastruktur. In der Regel mit 5-stöckigen in die Jahre gekommenden Plattenbauten, aufgeteilt in einem halbes Dutzend Bezirke, Mikrorayons genannt. Swetlogorsk hat eine Vielzahl von Schulen und das ist bemerkenswert, in fast allen wird Deutsch unterrichtet.
Trotzdem ist Swetlogorsk eine besondere Partnerstadt, ohne auf die politische Situation einzugehen kann angemerkt werden, dass Initiativen und Ideen für diese Partnerschaft in der Regel von der Helmstedter Seite gekommen sind. Es ist die einzige unserer Partnerstädte, die nicht ohne vorheriges Visum besucht werden kann, was eine umfangreiche Planung voraussetzt.

In Jahr 2008 ist im Mai die Jugendfußballmannschaft aus Swetlogorsk unser Gast gewesen. Nach einem internationalen Jugendfußball Turnier in Rautheim waren 28 Jugendliche und 12 Erwachsene eine Woche in Helmstedt



Programm in Helmstedt

Vom 08. Mai bis 12. Mai 2008 Teilnahme der Swetlogorsker Jugendfußball Mannschaft am 16. Internationales Pfingst-Jugendfußballturnier

13. Mai Empfang im Rathaus durch den Bürgermeister der Stadt Helmstedt
Diskussion mit den Vertretern des Rates.

14. Mai Fahrt in den Ostharz und Besuch der Stadt Wernigerode
Besichtigung der ehemaligen Grenze (Projekt über das geteilte Deutschland)

15. Mai Besuch Mühlenmuseum Gifhorn

16. Mai Besuch Kraftwerk Buschhaus, Ausbildungswerkstatt und
Müllverbrennungsanlage
Anschließend Revierrundfahrt
Abschiedsabend bei Mecki im Kleingartenverein

17. Mai Rückfahrt nach Swetlogorsk

An dieser Stelle möchte ich mich besonders bei unseren Helmstedter Gastgebern ganz herzlich bedanken. Ohne deren Bereitschaft, unsere Freunde aus Swetlogorsk aufzunehmen, währen diese und andere Begegnungen nicht möglich.


Leider ist der, für Ende September 2008 geplante und von unserer Seite bereits vorgebereitete Besuch in Helmstedt, von deutsch sprechenden Schülern und Lehrern aus unserer Patenstadt, von Swetlogosker Seite in letzter Minute abgesagt worden. Unsere Freunde haben Terminschwierigkeiten (Wahl und Stadtfest) geltend gemacht.
Nach mehreren Rücksprachen im Oktober und Dezember 2008 mit den Verantwortlichen vor Ort, ist dieser Schüleraustausch nun im Jahr 2009 vorgesehen.
Auch neue Inhalte für zukünftige Begegnungen habe ich im Oktober 2008 und im Januar 2009 in Swetlogorsk mit dem neuen Bürgermeister Sergej Maksimenkow besprochen.

Die Bereitschaft für Begegnungen ist auf der weisrussischen Seiten nach wie vor ungebrochen,
allerdings sind die finanziellen Möglichkeiten doch sehr begrenzt, zumal die Wirtschaftskrise besonders in Belarus deutlich spürbar ist.
Natürlich haben auch, wie in den vergangenen Jahren, wieder viele private Besuche in beiden Richtungen stattgefunden.
Unser Ziel muss es sein, trotz aller Schwierigkeiten, gerade in Weißrussland, diese, in jeder Hinsicht außergewöhnliche deutsch/weißrussische Städtepartnerschaft weiter auszubauen und damit den Prozess der europäischen Einigung zu unterstützen und zu fördern, um dem Ziel der Völkerverständigung mit konkreten wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Interessen zu dienen. „Europa beginnt am Atlantik und endet am Ural“.

Hans-Dieter Scheil

Hans-Dieter Scheil

Ratsherr der Stadt Helmstedt
und Städtebeauftragter für Swetlogorsk

Helmstedt im März 2009
Städtepartnerschaft Helmstedt/Swetlogorsk 2008
siehe Hauptebene: Rechtliches;
siehe Unterebene 2: humanitäre Hilfe; Projekte; HUG-Institut
siehe Unterebene 3 2009
Humanitäres
Städtepartnerschaften
Helmstedt-Swetlogorsk
2008